Arbeitsrechtliche Konzeptionierung und Herausforderungen bei der Umsetzung von flexiblen Arbeitszeitmodellen

Die Anforderungen, die an die Industrie gestellt werden, sind nur mit Flexibilität im Personalwesen, insbesondere im Hinblick auf Arbeitszeit und Vergütung, zu erreichen.

Die Ermittlung, welche flexiblen Arbeitszeitmodelle für den jeweiligen Betrieb sinnvoll sind, erfordert zunächst eine sorgsame arbeitsrechtliche Konzeptionierung. Dem Arbeitgeber stehen als Gestaltungsmittel zum Beispiel Gleitzeitsysteme ggf. auf Basis einer Vertrauensarbeitszeit, Arbeitszeitkonten (die einen monatlichen, jährlichen oder darüber hinausgehenden Ausgleichszeitraum vorsehen), „Arbeit auf Abruf“, etc. als Gestaltungsmittel zur Verfügung. Gegebenenfalls ist auch die Kombination verschiedener Gestaltungsmittel zu erwägen.

Nach der Konzeptionierung ist die Implementierung (gegebenenfalls mehrerer) flexibler Arbeitszeitmodelle im Betrieb arbeitsrechtlich umzusetzen. Umgesetzt werden können die flexiblen Arbeitszeitmodelle durch Abschluss von Kollektivvereinbarungen (Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung) und/oder entsprechende Gestaltung der Arbeitsverträge. Eine Herausforderung besteht insbesondere darin, existente Kollektiv- oder Individualvereinbarungen an neue Rahmenbedingungen anzupassen.

Schließlich stellen flexible Arbeitszeitmodelle den Arbeitgeber auch im täglichen Handling (z. B. Berechnung der Urlaubstage, der Entgeltfortzahlung etc.) vor Herausforderungen, die im Vorhinein bewertet werden müssen.

 

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